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Öffnungszeiten

Donnerstag, 14.05.2026 11.00 - 19.00 Uhr
Freitag, 15.05.2026 10.30 - 19.00 Uhr
Samstag, 16.05.2026 10.30 - 18.00 Uhr

Ein Kirchenraum als Labor für die starke Zivilgesellschaft

Was hat katholische Kirche mit Demokratie zu tun? Nicht viel. Um demokratische Strukturen innerhalb der Kirche geht es an anderen Orten beim Katholikentag. In der Demokratiekirche wird gefragt: Wie können die Kirchen Räume des Zuhörens, der Begegnung und der Orientierung zur Stärkung der Demokratie sein? Die Marienkapelle als Marktkirche der Bürger:innen mit ihrer belasteten Geschichte wird zur Demokratiekirche – und zum Austausch- und Aktionsraum mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen in drei Bereichen: 

Workshops

Menschenwürde, Teilhabe und Verständigung - das erwartet Sie in den Workshops in der Demokratiekirche. Diese werden zu festen Zeiten in einem abgetrennten Bereich in der Marienkapelle stattfinden. Die Dauer sind 1,5 Stunden und die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung wird über diese Website sowie direkt vor Ort möglich sein solange Plätze frei sind. 

Ausstellungen

Drei Ausstellungen können während der Öffnungszeiten (Donnerstag 11-19 Uhr, Freitag 10.30 - 19 Uhr, Samstag 10.30 - 18 Uhr) in der Demokratiekirche besucht werden. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich berühren!

Begegnungsraum

Ein offener Bereich lädt zum zuhören, nachdenken und mitdiskutieren ein: In Kleingruppen an Stehtischen über Themen, die Sie mitbringen und setzen. Hier kommen Sie ganz spontan und ohne Voranmeldung und beteiligen sich solange Sie möchten.

Donnerstag, 14.05.2026 - Workshopprogramm

Alles eine Frage der Perspektive. Was weiß ich schon vom weißen Leben?

Was heißt es, ‚weiß‘ zu sein in dieser Gesellschaft? Wieviel Raum hat diese Frage je bekommen? Wie oft richtet sich der Blick auf dieses Weiß-sein und wie oft versucht er stattdessen ‚anderes‘ in den Blick zu nehmen?

Die Strukturen, in denen wir heute leben, sind gewachsen aus den Strukturen der Vergangenheit – so haben sich auch Denkmuster und ‚Selbstverständlichkeiten‘  ihren Platz geschaffen. Wie können wir im Einklang mit unseren Werten leben, während wir uns in einem System bewegen, in dem diskriminierende Strukturen wirken?

In diesem Workshop haben die Teilnehmer*innen Raum, ihre persönlichen Erfahrungen vor dem Hintergrund struktureller und persönlicher Mechanismen von Rassismus zu betrachten. „Was bedeutet es für mich ‚weiß‘ zu sein in dieser Welt? Welche Muster in Denken, Fühlen und Handeln ergeben sich jeweils aus meiner ‚weißen‘ Prägung und Sozialisation?“ sind dabei wichtige Fragen.

Workshopleitung: Karo Voráčková, Oliver Berger (Jugendbildungsstätte Unterfranken

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Gewaltfreie Kommunikation – Konfliktlösung und wertschätzendes Miteinander

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg bietet einen Rahmen in dem Konflikte, Meinungsverschiedenheiten Orientierungsprozesse auf eine wertschätzende und konstruktive Weise angegangen und gelöst werden können. Das Konzept hat sich bereits in vielen Regionen der Welt bewährt – das Spektrum reicht von einer neuen Perspektive auf wiederkehrende alltägliche Probleme bis zu Friedens-, Heilungs- und Versöhnungsarbeit in Kriegs- oder Krisengebieten.

Besonderheiten von Gewaltfreier Kommunikation

Das Rahmenkonzept der Gewaltfreien Kommunikation ist schnell umrissen und leicht zu verstehen. Das macht es leicht und attraktiv, gleich damit zu starten das Gelernte im realen Leben anzuwenden.

So können auch im Seminarkontext viele praktische Übungen und Aktivitäten direkt an der Lebensrealität der Teilnehmer*innen anknüpfen. Dabei geht es vor allem darum durch neue Perspektiven auf (scheinbar) altbekannte Sachverhalte neue Handlungsoptionen zu entwickeln – und damit mehr Freiheit zu erfahren und die Entscheidungen zu treffen, die sich mehr mit dem decken, was wir eigentlich wollen: Ein offenes und konstruktives Miteinander.

Workshopleitung: Karo Voráčková, Oliver Berger (Jugendbildungsstätte Unterfranken

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Dieser Workshop arbeitet nach Betzavta: dies ist ein sehr effektiver Trainingsansatz, um Vielfalt, Unterschiede und Entscheidungsfindung in Gruppen zu thematisieren. 

Besonderheiten von Betzavta

Die Methoden und Übungen von Betzavta sind taff, ausgeklügelt und sehr erlebnisorientiert. In diesem Seminarkonzept begreifen und erlernen die Teilnehmenden die Strukturen eines demokratischen Miteinanders in der Gesellschaft durch eigenes erleben in der Trainingsgruppe. Das Betzavta-Trainingsprogramm wurde in Israel am renomierten ADAM-Institut als Konzept zur Demokratie- und Toleranzerziehung entwickelt.

Gelernt wird bei Betzavta über praktische Übungen. Diese oft verblüffenden Simulationen zum miteinander leben und entscheiden beziehen die Erfahrungswelt der Teilnehmenden mit ein. Sie wirken trotz ihrer Einfachheit doch auch immer exemplarisch für die Realität des Zusammenlebens. Mit den kurzen praktischen Erlebnissen, hilft Betzavta vom moralischen Lippenbekenntnis zu dem zu kommen, was tatsächlich da ist. Die Gruppe lernt durch diese praktischen Erfahrungen an sich selbst den Umgang mit Demokratie, eigener Macht, Toleranz und Fairness. Einzigartig!

Workshopleitung: Manuela Dillenz, Anna Konopczynska (Jugendbildungsstätte Unterfranken)

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Freitag, 15.05.2026 - Workshopprogramm

Gegenseitiges Verstehen durch gewaltfreien Dialog  

Häufig werden bei stark kontroversen Themen festgefahrene Positionen ausgetauscht mit dem Ziel, den oder die andere zu überzeugen. Was aber passiert, wenn eigene Sichtweisen nicht im Vordergrund stehen, sondern das Verstehen und Kennenlernen der anderen?
- Wie können wir Räume schaffen, aktiv zuhören und über Grenzen hinweg differenziertes Denken entwickeln?
- Wie schaffen wir bei Konflikten und in polarisierten Diskussionen einen wirklichen Dialog?
Der Workshop motiviert und macht Mut, mit Menschen unterschiedlicher Positionen im privaten Bereich, in der Kirchengemeinde und in anderen Bereichen des zivil-gesellschaftlichen Engagements in einen gewaltfreien Dialog zu kommen.

Workshopleitung: Norbert Richter (Pax Christi)

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Theater der Unterdrückten als Probe für Veränderung

Empowerment und Zivilcourage 

„Vielleicht ist Theater nicht selbst revolutionär, aber Theater probt die Revolution“ - schreibt Augusto Boal in seinem Buch Theater der Unterdrückten.

Mittels der Methode werden Szenen aus dem echten Leben theatral nachgestellt – Momente, in denen eine Unterdrückung stattgefunden hat: am Arbeitsplatz, im Supermarkt, auf der Straße. Nach Boal gibt es immer einen Unterdrücker und einen Unterdrückten. Die Zuschauer*innen können die unterdrückte Person jederzeit austauschen und deren Position in der Szene einnehmen. Dabei können verschiedene Handlungsmöglichkeiten spielerisch ausprobiert werden - als Probe für die Veränderung der Realität, nur ohne reale Konsequenz.

Körperwissen und Begegnung

In jeder Person stecken individuelle Wünsche, in dem Zusammentreffen zweier Personen treffen verschiedene Ängste und Bedürfnisse aufeinander. Wenn wir uns begegnen, dann tun wir das häufig in Gesprächen und mit Worten, die je nach Sprecher*in und Zuhörer*in andere Bedeutungsgehalte haben können. Dies führt oft zu individuellen und gesellschaftlichen Verhärtungen: Wo ist Dialog überhaupt noch möglich?

Das Theater der Unterdrückten bietet dabei Möglichkeiten, mit unseren Körpern in den Dialog zu gehen. Der Körper trägt oft Wissen in sich, das nicht verbalisiert werden kann, und wir können Körper auf einer Ebene interpretieren, die wirkliche Begegnung möglich macht. Geht es gerade um ein Wort oder um die Angst, die sich dahinter verbirgt? Gemeinsam verbildlichen wir die Emotionen und Wünsche hinter Problemen – und lernen, einander wirklich zu verstehen. Ein wirksames Mittel des Dialogs in dem Versuch demokratischen Handelns. 

Workshopleitung: Kira Schmedes (Katholische Hochschulgemeinde Würzburg)

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Samstag, 16.05.2026 - Workshopprogramm

Wenn wir über Demokratie sprechen, müssen wir auch über Teilhabe sprechen. Wer kann sich wo und in welcher Form einbringen? Haben wir wirklich alle die gleichen Voraussetzungen, um uns für Demokratie stark zu machen? Dieser Workshop machtzunächst deutlich, dass dem nicht so ist. Er legt den Finger in die Wunde von Teilhabe und Mitgestaltung und fragt ganz konkret: Wo werden nicht ALLE Menschen gleichermaßen mitgedacht?

Dabei ist es ganz einfach, sich für Barrierefreiheit und Teilhabe ALLER einzusetzen. Deswegen werden im Workshop zahlreiche Möglichkeiten aufgezeigt, wie das gehen kann. Das geschieht ganz interaktiv und praxisnah. Die dort gemachten Erfahrungenkönnen auch anderen einfach zugänglich gemacht werden und weit über den Katholikentag hinaus wirken. Aus dem Wissen um Hindernisse entstehen so viele Ideen, wie diese überwunden werden können. 

Workshopleitung: Evi Gerhard, Stefan Lutz-Simon (Jugendbildungsstätte Unterfranken)

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Klassismus: Die vergessene Diskriminierungsform?!

Unsere soziale Herkunft spielt eine Rolle. Sie hat großen Einfluss darauf, welche Chancen, Möglichkeiten und Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe wir haben und wer von uns von Klassismus betroffen ist. 
Klassismus bezeichnet die Diskriminierung entlang der sozialen Herkunft oder des sozialen Status. 
Klassismus ist – wie Sexismus oder Rassismus – eine gesellschaftliche Unterdrückungsform und richtet sich gegen Menschen aus der Arbeiter*innen- oder Armutsklasse, insbesondere gegen erwerbslose, armutsbetroffene und wohnungslose Menschen.
In dem Workshop wird in diese oft vergessene Diskriminierungsform eingeführt. Fragen, die dabei eine Rolle spielen, sind: 
Inwiefern sind gesellschaftliche Denkmuster klassistisch geprägt und wie kann eine klassismuskritische Haltung diese sichtbar machen oder sogar auflösen? 
Wie kann unsere Gesellschaft sozial gerechter, antiklassistisch gestaltet werden?
Welche Wirkungskraft haben solidarische Momente sowie geteiltes Wissen um Erfahrungen in diesem Kontext?
Sprechen wir! Um Sprachlosigkeit zu überwinden.

Workshopleitung: Prof. Dr. Francis Seeck (Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung (TH Nürnberg), Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in: https://www.francisseeck.net/

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Verstehen, ohne einverstanden zu sein
Das neue unterhaltsame Diskussionsformat demoSlam bringt Menschen zu kontroversen Themen zusammen, anstatt sie in Lager zu spalten.

Workshopleitung: Anna Maria Kümritz (MAGNET – Werkstatt für Verständigung)

40% der Plätze werden freigehalten um eine spontane Teilnahme ohne Anmeldung von Besuchenden der Demokratiekirche vor Ort zu ermöglichen. 

Ausstellung: „König:innen“ von Ralf Knoblauch

Die Skulpturen der König:innen von Ralf Knoblauch thematisieren die Würde jedes Menschen und schlagen eine Brücke zur Taufwürde. Begleitend könnten Besucher:innen im Freien Holztäfelchen mit den Worten „Würde unantastbar“ und einer Krone mit Brennstempeln gestalten.

Vorbereitet von: Berufsgruppe der Ständigen Diakone im Bistum Würzburg

Ausstellung: Ikonen auf Munitionskisten

Ukrainische Künstler:innen, Oleksandr Klymenko und Sonia Atlantova, gestalten Ikonen auf gebrauchten Munitionskisten, die das Spannungsfeld zwischen den leidvollen Erfahrungen des Kriegs und den Überstieg des Leids im Glauben reflektieren. Ihre Werke eröffnen Gespräche über das Dilemma zwischen Aufrüstung, "gerechtem" Frieden und dem menschlichen Leid, besonders im Kindheitszyklus über entführte Kinder. Die Künstler:innen bieten Begegnungen und Gespräche an, unterstützt durch begleitendes Informationsmaterial. 

Ausstellung: Zuflucht geben – Gemeinsam hoffen

Die Ausstellung des ökum. Netzwerks Asyl in der Kirche in NRW e.V. porträtiert in Wort und Bild Geflüchtete aus dem Kirchenasyl. Es geht um Fluchtgeschichten und Erfahrungen von Einzelpersonen und Familien. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die ihre Erfahrungen von Entrechtung, Flucht und Entkommen erzählen. Zudem gibt es Informationen über die Praxis des Kirchenasyls und Interessierte können Zitate lesen von Personen, die sich in der Kirchenasylarbeit engagieren. Um ein Kirchenasyl anzubieten, braucht es, prägnant zusammengefasst, drei Dinge: Bett, Brot und Beziehung. Dafür steht in der Ausstellung eine Installation von Möbeln in Rettungswesten-Orange: ein Bett, ein Tisch, auf dem ein Brot liegt und zwei Stühle.

StreitBar

Kommen Sie miteinander ins Gespräch – über Themen wie Menschenwürde, Beteiligung, Verständigung und das, was Ihnen zum Thema Demokratie auf den Nägeln brennt! Ein offener Bereich lädt zum zuhören, nachdenken und mitdiskutieren ein: In Kleingruppen an Stehtischen über Themen, die die Besuchenden mitbringen und setzen. Hier kommen Sie ganz spontan und ohne Voranmeldung und beteiligen sich solange Sie möchten.

Friedensgebete

Donnerstag, 14.05.2026 18.30-19.00 

Gedenken an die Regionen und Länder im Krieg mit Dr. Matthias Leineweber, Geistlicher Begleiter der Gemeinschaft Sant'Egidio, ZdK-Mitglied, Würzburg
Vorbereitet von: Gemeinschaft Sant'Egidio

Freitag, 15.05.2026 13.00-13.45

Ökumenisches Friedensgebet: Versöhnungsgebet nach der Liturgie von Coventry mit Antje Biller, ev. Pfarrerin, Ochsenfurt und Elisabeth Nikolai, Ökum. Nagelkreuzgemeinschaft Würzburg
Vorbereitet von: Ökumenische Nagelkreuzgemeinschaft Würzburg